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Update - Einsatzübung Tunnel Lobdeburg

Alle 4 Jahre muss laut Gefahrenabwehrplan in jedem Thüringer Straßentunnel eine Vollübung stattfinden. Hierbei sollen die Konzepte auf Funktion geprüft werden und die Führungs- und Einsatzkräfte die Handlungsabläufe realitätsnah durchführen.

Vollsperrung am 27.10.2018 von 2 bis 6 Uhr

Um eine Übung dieser Größenordnung vorbereiten und durchführen zu können, ist die Sperrung der gesamten Verkahrsanlage notwendig.

Aus diesem Grund werden ab 2 Uhr beide Fahrtrichtungen zwischen den Anschlussstellen Lobeda und Göschwitz voll gesperrt. Als Szenario wird ein Verkehrsunfall mit mehren PKW dargestellt, welche in Folge des Unfallgeschehens beginnen zu brennen. Im Stau, welcher sich hinter der Unfallstelle bildet, werden mehrere Personen in Ihren Fahrzeugen eingeschlossen sein.

Umfangreiche Vorbereitung

Nach monatelanger Planung begannen gegen 01:45 Uhr die letzten unmittelbaren Vorbereitungen für diese Vollübung mit der Sperrung beider Richtungsfahrbahnen und der Aufstellung zahlreicher Unfallfahrzeuge. Als Unfallopfer-Darsteller standen 40 Medizin-Studenten der Friedrich-Schiller-Universität zur Verfügung.

Das Übungsszenario sah einen Verkehrsunfall mit mehreren PKW im Tunnel in Fahrtrichtung Dresden vor. Bei einem der PKW kam es dabei zum Brandausbruch. Infolge des sich schnell bildenden Staus kam es wiederum zu Auffahrunfällen mehrerer PKW.

Standardeinsatzregel "Tunnel Jena"

Unsere Standardeinsatzregel "Tunnel Jena" sieht bei dem entsprechenden Einsatzstichwort folgenden Ablauf vor:

Ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und ein weiteres Fahrzeug fahren direkt in die betroffene Tunnelröhre in Fahrtrichtung ein und führen die Lageerkundung und Brandbekämpfung durch. Betroffene Personen werden ggf. bei der Selbstrettung unterstützt.

Ein Einsatzleitwagen fährt in die sogenannte "saubere Röhre" (d. h. die nicht betroffene Röhre) ein und bildet die Einsatzabschnittsleitung für das Ereignis im Tunnel am betroffenen Tunnelquerschlag. Weitere Einheiten zur Suche und Rettung von Personen sowie zur Unterstützung gehen ebenfalls von hier aus vor. In einem sicheren Bereich erfolgt nun die Übergabe weiterer Verletzter an den Rettungs- bzw. Sanitätsdienst.

In diesem Übungsszenario wurde nicht ausschließlich ein Verkehrsunfall bzw. Brandereignis, sondern auch eine sogenannte MANV-Lage (Massenanfall von Verletzten) dargestellt. Die Besonderheit solcher Einsätze liegt, wie der Name bereits sagt, in der großen Anzahl von verletzten Personen. Dies macht auch für die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes spezielle Einsatzstrukturen erforderlich. Verletzte können beispielsweise nicht direkt am Ereignisort behandelt werden, sondern müssen erst gesichtet und entsprechend ihres Verletzungsmusters priorisiert werden. Erst danach werden sie einem vorbereiteten Behandlungsplatz bzw. einer anderen Einrichtung zugeführt. Um die Versorgung der Verletzten zu organisieren und durchzuführen wird ein seperater Einsatzabschnitt gebildet.

Ein weiterer Einsatzabschnitt wird durch Einheiten an den Tunnelportalen sowie den Bereitstellungsraum für nachrückende Kräfte außerhalb des Tunnels gebildet.

Die Einsatzleitung für derartige Einsätze übernimmt in Jena der sogenannte A-Dienst (Gesamteinsatzleiter).

DANKE!

Gegen 05:15 Uhr wurde die Übung beendet, da die Autobahn noch beräumt und ab ca. 06:00 Uhr wieder freigegeben werden musste.

Im Rahmen dieser umfangreichen und notwendigen Übung konnten wichtige Erkenntnisse für den Einsatzablauf gesammelt werden.

Insgesamt waren 200 Rettungskräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Polizei an der Übung beteiligt. Wir bitten insbesondere die durch Stau betroffenen Verkehrsteilnehmer um Verständnis und bedanken uns bei allen Beteiligten!

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